Körnung Schleifpapier Tabelle – Die richtige Körnung für jedes Material
Die Körnung eines Schleifpapiers oder einer Schleifscheibe entscheidet maßgeblich über das Schleifergebnis. Je niedriger die Zahl, desto gröber das Schleifmittel – je höher, desto feiner der Schliff.
Doch welche Körnung eignet sich für welches Material? Unsere Schleifpapier Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede und hilft Ihnen, für jedes Projekt die passende Körnung zu finden.
Körnung verstehen – was bedeuten Grit, FEPA oder D-Nummer?
Die Körnung beschreibt die Größe der Schleifpartikel, die auf Schleifpapier oder Schleifscheiben aufgebracht sind. Sie bestimmt, wie viel Material abgetragen wird und wie fein die Oberfläche anschließend wird. Je kleiner die Körner, desto feiner der Schliff – je größer die Körner, desto höher der Materialabtrag.
Damit Schleifmittel weltweit vergleichbar sind, werden unterschiedliche Normsysteme verwendet:
Grit:
Der Begriff stammt aus dem Englischen („grit size“) und bezeichnet die Partikelgröße von Schleifmitteln. Er wird vor allem in US-amerikanischen Normen (ANSI oder CAMI) verwendet. Je höher der Grit-Wert, desto feiner das Schleifmittel – z. B. Grit 40 für grobe, Grit 600 für sehr feine Arbeiten.
FEPA:
Die Federation of European Producers of Abrasives legt die europäischen Normen fest.
Schleifpapier trägt P-Werte (z. B. P100).
Diamant- und CBN-Schleifscheiben verwenden D-Werte (z. B. D54).
Beide Systeme folgen demselben Prinzip und ermöglichen die exakte Vergleichbarkeit verschiedener Schleifmittel.
D-Nummer:
Die D-Körnung beschreibt bei Diamantschleifscheiben die Korngröße in Mikrometern (µm).
Beispiel: D151 steht für Partikel mit etwa 151 µm Durchmesser und eignet sich für Grobschliffe, während D15 für feinste Polierarbeiten verwendet wird.
Kurz gesagt:
- Grit = allgemeine Bezeichnung für Körnung (häufig US-Norm)
- FEPA = europäische Norm mit P- und D-System
- D-Nummer = spezifisch für Diamantkörnungen in Mikrometern
Körnung Schleifpapier Tabelle – Übersicht & Anwendung
| Körnung | Beschreibung | Typische Anwendung | Geeignete Materialien |
|---|---|---|---|
| P40-P80 / D251-D181 | Grob | Schneller Materialabtrag, Entfernen von Lack oder Rost | Weiche Metalle, Holz, Kunststoffe |
| P100-P180 / D126-D76 | Mittel | Vorschleifen, Entgraten, Anrauen von Oberflächen | Stahl, Aluminium |
| P240-P400 / D54-D46 | Fein | Feinschliff, Vorbereitung für Politur oder Beschichtung | Edelstahl, Hartmetalle |
| P600-P1200 / D15-D7 | Sehr fein | Polieren, Endbearbeitung, Hochglanzfinish | Glas, Keramik, harte Metalle |
Diese Tabelle bietet eine Orientierung, um die optimale Körnung für Ihr Material zu bestimmen. Für Spezialanwendungen – etwa bei wärmeempfindlichen oder extrem harten Werkstoffen – spielt zusätzlich die Wahl der Bindung (Metall, Keramik oder Kunstharz) eine wichtige Rolle.
Tipps für die richtige Wahl der Körnung
Ein gleichmäßiges Schleifergebnis hängt nicht nur von der Körnung, sondern auch von der Reihenfolge und der Werkzeugbeschaffenheit ab.
- Rauheit der Oberfläche reduzieren:
Feine Körnungen (P400 +) und weichere Bindungen sorgen für eine glatte, gleichmäßige Oberfläche – ideal für Feinarbeiten und Beschichtungen. - Schnellen Materialabtrag erreichen:
Grobe Körnungen (P40-P100) in Kombination mit härteren Bindungen ermöglichen einen hohen Abtrag – perfekt für den Vorschliff. - Überhitzung vermeiden:
Eine offene Struktur und weichere Bindung reduzieren Hitzeentwicklung – besonders wichtig bei Glas, Keramik oder empfindlichen Metallen. - Mehrere Schleifgänge einplanen:
Beginnen Sie mit einer groben Körnung und steigern Sie schrittweise die Feinheit. So entstehen gleichmäßige, hochwertige Oberflächen ohne Schleifriefen.
Wann Schleifpapier, wann Schleifscheibe?
Während Schleifpapier meist bei manuellen oder maschinellen Flächenschliffen eingesetzt wird, bieten Diamantschleifscheiben die präzisere Lösung für harte Werkstoffe wie Glas, Keramik oder Hartmetall.
Beide Systeme funktionieren nach demselben Prinzip: Die Körnung bestimmt den Materialabtrag, die Bindung den Verschleiß und die Temperaturentwicklung.
In industriellen Anwendungen sorgt die Kombination aus richtiger Körnung, Bindung und Kühlung für maximale Präzision und Werkzeuglebensdauer.
So profitieren Sie von der Körnung-Schleifpapier-Tabelle
Die richtige Körnung spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Oberflächenqualität und verlängert die Lebensdauer Ihrer Schleifwerkzeuge.
TDT bietet Schleiflösungen mit unterschiedlichen Körnungen und Bindungen – vom groben Abtrag bis zum Hochglanzfinish.
Nutzen Sie unsere Körnung-Schleifpapier-Tabelle als Orientierung, um Ihre Schleifprozesse effizienter und materialschonender zu gestalten.
So erzielen Sie dauerhaft präzise Ergebnisse – unabhängig davon, ob Sie Holz, Metall, Glas oder Keramik bearbeiten.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen P-Körnung, D-Körnung und Grit?
P-, D- und Grit-Körnungen beschreiben alle die Partikelgröße von Schleifmitteln, unterscheiden sich aber in der Normierung.
- P-Körnung (z. B. P100): FEPA-Norm, üblich für Schleifpapier.
- D-Körnung (z. B. D54): für Diamantschleifscheiben.
- Grit: englischer Sammelbegriff, häufig in US-Normen.
Alle drei Systeme folgen demselben Prinzip: Je höher die Zahl, desto feiner der Schliff.
Welche Körnung ist ideal für Holz, Metall oder Keramik?
- Holz: Grobe Körnung (P40-P80) für Materialabtrag, mittlere Körnung (P100-P180) für Zwischenschliff.
- Metall: P100-P180 für Vorschliff, P240 + für Feinschliff oder Lackvorbereitung.
- Keramik & Glas: Sehr feine Körnungen (P600-P1200 / D15-D7) für glatte, rissfreie Oberflächen.
Die Körnung-Schleifpapier-Tabelle oben bietet Ihnen eine praxisnahe Orientierung für alle gängigen Materialien.
Warum ist die Wahl der richtigen Körnung entscheidend für das Finish?
Die Körnung beeinflusst unmittelbar die Oberflächenqualität, die Bearbeitungsgeschwindigkeit und die Lebensdauer Ihrer Werkzeuge.
- Zu grob → sichtbare Riefen, Materialschäden.
- Zu fein → geringere Abtragsleistung, längere Bearbeitungszeit.
Ein abgestufter Schleifprozess – von grob bis fein – sorgt für gleichmäßige Ergebnisse, spart Zeit und erhöht die Präzision des Endprodukts.

